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VCD Kreisverband Freising/Erding/Dachau e.V.
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Jahreshauptversammlung 2020/2021

– Radentscheid Freising: Gemischte Bilanz für Radverkehr in der Stadt Freising –
– Veränderungen im Vorstand –


Unsere Jahreshauptversammlung hat am Montag, 19. Juli 2021 im Haus der Vereine (Freising, Major-Braun-Weg 12) stattgefunden.

Den Einstieg bildete der Vortrag Rad-Bürgerentscheid in Freising, in dem Defizite der Radverkehrssituation veranschaulicht und die Anliegen des Radentscheids Freising
nochmals ins Gedächtnis gerufen worden sind. Auch wenn anerkannt wird, dass sich im letzten Jahr erste zaghafte Schritte in Richtung auf eine Verbesserung der Situation für Radfahrer*innen erkennbar waren, fällt die Bilanz doch eher gemischt aus.

Im Zuge der turnusmäßigen Vorstandswahlen für die Wahlperiode 2021 bis 2023 wurden viele Positionen bestätigt. Alfred Schreiber ist weiterhin Vorsitzender des Kreisverbands Freising-Erding-Dachau. Bernhard Sturm rückte zum 2. Vorsitzenden auf. Die langjährige Schatzmeisterin Susanne Heinrich trat aus privaten Gründen nicht mehr an. In diese Rolle wurde Andreas Kagermeier gewählt. Neben den wieder bestätigten Beisitzern Jürgen Maguhn und Karl Auerswald wurde Vilmar Eggerstorfer neu als weiterer Besitzer gewählt.

Bericht zur VCD-Jahreshauptversammmlung im Freisinger Tagblatt / Münchner Merkur vom 28. Juli 2021
Bericht zur VCD-Jahreshauptversammmlung im Freisinger FORUM vom 28. Juli 2021


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Nordumfahrung Erding

Im Rahmen einer Tektur 2021 wurde weitgehend an den bisherigen Planungen festgehalten.

Der VCD hält dieses Vorhaben für nicht notwendig und sehr schädlich – und rief auf zu Einwendungen bei der Regierung von Oberbayern – diese waren möglich teils bis 28. Juni 2021.

VCD-Pressemitteilung vom 9. Juni 2021

Hier kann die die Mustereinwendung des VCD noch herunter geladen werden

Bei der Regierung von Oberbayern gingen daraufhin zu dieser Tektur 2021 rund 800 Einwendungen ein.

Im Rahmen des ursprünglichen Planfeststellungsverfahrens gingen zahlreiche Einwendungen bis Fristende 8. Dezember 2014 bei der Regierung von Oberbayern bzw. den beteiligten Gemeinden ein; darunter 558 Einwendungen in der Stadt Erding (incl. Langengeisling) sowie 1071 in der Gemeinde Bockhorn. Weitere Einwendungen erfolgten in den Gemeinden Fraunberg und Eitting.
Plakat Wartenberger Kreisel Vorher Nachher
Veränderung und Versiegelung der Landschaft durch überdimensionierte Planungen am Beispiel des Kreisels Wartenberger Tor
Photo: Samuel Hendler, BUND Naturschutz


Der VCD lehnt die geplante Nordumfahrung Erding entschieden ab. Geplant ist eine neue Straße als Kreisstraße ED99, eine Verbindung von der B388 bei Unterstrogn (Gemeinde Bockhorn, nördlich der Stadt Erding) in Richtung Flughafen München. Die Straße ist in erster Linie für die Flughafenerschließung konzipiert – die Flughafengesellschaft bekam für die Planungskosten bereits 5 Mio. Euro als Zuschuss – soll aber angeblich auch eine Entlastung für die Stadt Erding bringen. Den Planungsunterlagen ist jedoch zu entnehmen, dass auf der stark belasteten Anton-Bruckner-Straße die Zahl der täglichen Autos gerade einmal von 20.000 auf 18.000 fallen soll – also überhaupt nicht spürbar sein wird! Dafür soll die bisher relativ naturnahe Landschaft (Lebensraum u. a. für Störche) nördlich der Stadt Erding brutal durchschnitten werden, wertvolle naturnahe und landwirtschaftliche Flächen sollen der Straße zum Opfer fallen!

Die Verkehrsprobleme werden mit dieser Straße keinesfalls gelöst, es gibt aber gravierende Nachteile. Die angesetzten Kosten von rund 60 Mio. Euro stellen dabei noch das geringste Problem dar. Mögliche Alternativrouten wurden überhaupt nicht ernsthaft geprüft, auch nicht bei der Tektur. Neben Zerstörung von Landschaft und Natur wird diese neue Straße eine enorme Sogwirkung haben und neuen Verkehr anziehen. Es ist mit erheblichem "Schleichverkehr" durch die Gemeinde Bockhorn zu rechnen. Durch die zahlreichen Brückenbauwerke und Dämme wird der Verkehrslärm ungehindert kilometerweit in die Fläche strömen und weite Teile des Umlandes der Stadt Erding verlärmen, incl. des Naherholungsgebietes "Kronthaler Weiher" – die Stadt Erding zerstört sich damit ihr eigenes Naherholungsgebiet.

Dabei gehen die Planungen von völlig falschen Voraussetzungen aus. Grundlage für die Planungen zur Nordumfahrung Erding ist die geplante 3. Startbahn am Flughafen München, die als gegeben vorausgesetzt wird und für alle Daten die Basis bildet. Durch den Bürgerentscheid am 17. Februar 2012 in der Landeshauptstadt München und die Aussage von Ministerpräsident Söder im September 2020 wurde die 3. Start- und Landebahn am Münchner Flughafen de facto gestoppt.

Der VCD fordert die vollständige Aufgabe der Nordumfahrung Erding!


weitere Informationen: www.nordumfahrung-nein.de


S-Bahn
SIQ – S-Bahn-Initiative Qualität hat das Ziel innerhalb von drei Jahren spürbare Verbesserungen durch eine neue Linienorganisation zu erreichen
Photo: Andreas Kagermeier

S-Bahn-Initiative Qualität (SIQ)

Der VCD Freising/Erding/Dachau nimmt an der SIQ – S-Bahn-Initiative Qualität - teil. Während die Politik voll auf die Fertigstellung der Zweiten S-Bahn-Strecke setzt, mahnt der VCD Verbesserungen bereits vorab bei der S-Bahn an. Hierzu haben sich mehrere Umweltorganisationen und Fahrgastverbände zusammen geschlossen.

Ziel der Initiative ist es, innerhalb von drei Jahren merkliche Angebots- und Qualitätsverbesserungen durch eine neue Linienorganisation zu erzielen.

Worum geht es in der Initiative?
Liniennetz umbauen, Takte verbessern, mehr Ausweichrouten


Innerhalb von 3 Jahren soll S-Bahn München einen Qualitätsschub erzielen. Dies soll vor allem durch optimierte Organisation erreicht werden. Es wird also nicht auf kostspielige Investitionen gesetzt, die Jahre und Jahrzehnte für die Umsetzung brauchen. In 3 Jahren umsetzbar schlägt SIQ vor allem diese Verbesserungen vor:
  • Höhere Pünktlichkeit durch veränderte Linienorganisation
    Die Zugzahl der Stammstrecke soll von max. 30 Zügen wieder auf 24 Züge pro Stunde und Richtung verringert werden. Damit gibt es wieder mehr Zeitpuffer für Verspätungen. Durch eine Verlängerung bestehender Züge kann das gleiche Platzangebot erreicht werden. Dabei fährt die S7 West bis zur Beseitigung des Engpasses zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof nur bis und ab Hauptbahnhof

  • Mehr Ausweichrouten mit bestehender Infrastruktur
    Fahrgäste haben heute zu wenig Ersatzverbindungen, wenn eine Strecke oder Linie ausfällt. Daher sollen zusätzliche Querverbindungen eingeführt werden:
    NORDRING: Als neue S-Bahn-Verbindung zwischen Ostbahnhof und Karlsfeld zur Stoßzeit
    SÜDRING: Die Regionalzüge fahren dort im 20-Minuten-Takt und halten an der Poccistraße und am Kolumbusplatz
    QUERROUTE: Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Deisenhofen im 20-Minuten-Takt

  • Takterweiterungen im gesamten Netz
    Für die Linienabschmitte von und nach Ottobrunn, Markt Schwaben, Buchenau, Dachau, Germering, Zorneding, Deisenhofen und Olching soll ein 10-Minuten-Takt eingeführt werden.
    Auf allen Linien soll tagsüber der 20-Minuten-Takt bis an die Endpunkte ausgeweitet werden (nur nach Altomünster im 30-Minuten-Takt).
Der Freistaat Bayern wird aufgefordert, diese Lösungen mit der Deutschen Bahn umzusetzen. Dadurch kann die Qualität der S-Bahn im Sinne des Klimaschutzes deutlich verbessern werden.
Drei Gründe gibt es, warum jetzt Eile geboten ist:
– Dem ÖPNV kommt eine wichtige Rolle zu, um die Klimaziele im Verkehrsbereich zu erreichen.
– Die Corona-Krise zeigt, das mehr für die Abwanderungsresistenz im Nahverkehr zu tun ist.
– Bis geplante Neuinvestitonen für die S-Bahn in München wirksam werden, dauert es noch etwas 10 Jahre. So lange wollen die Fahrgäste nicht warten!

INITIATOREN UND UNTERSTÜTZER:
– Aktion Münchner Fahrgäste
– BUND Naturschutz Bayern e.V. Kreisgruppe München
– Green City e.V.
– Münchner Forum e.V.
– Verein der Bürgerinitiative Haidhausen S-Bahn-Ausbau
– Verkehrsclub Deutschland Kreisverbände München, Freising/Erding/Dachau, Fürstenfeldbruck/Starnberg e.V.

WEITERE INFORMATIONEN:
Broschüre: Qualitätsschub für die S-Bahn München
Präsentation der SIQ-Vorschläge

Bericht über die S-Bahn-Initiative Qualität (SIQ) in der Süddeutschen Zeitung vom 2. Oktober 2020

... Fortsetzung folgt

FTO (Flughafentangente Ost)

Die "Flughafentangente Ost" ist die Staatsstraße 2580 des Freistaats Bayern. Sie verbindet die beiden Autobahnen A92 und A94, mit gleichzeitiger Anbindung des Münchner Flughafens von Osten her, von der Stadt Erding. Bisher besteht diese Straße - wie eine normale Bundesstraße - mit zwei Fahrspuren; es handelt sich um eine sehr unfallträchtige Straße. Seit einigen Jahren gibt es Forderungen nach einem massiven Ausbau auf insgesamt vier Spuren. Derzeit ist der Streckenabschnitt südlich der Stadt Erding bis zur B388 im Ausbau mit insgesamt drei Fahrspuren, also wechselseitigem Überholen.

Nunmehr soll in Kürze der Ausbau mit insgesamt vier Fahrspuren zwischen der Stadt Erding und dem Flughafen in die Wege geleitet werden. Gegen diese Ausbaupläne gibt es erheblichen Widerstand - so hat sich das "Erdinger Bündnis für Klimaschutz und Flächensparen" gegründet, dem der Bund Naturschutz, der LBV (Landesbund für Vogelschutz), etliche Privatpersonen und der VCD angehören. Dieses Bündnis spricht sich auch gegen die Nordumfahrung Erding aus.

"Immer mehr Straßen bedeuten auch mehr Verkehr", so der VCD. Aus Klimaschutzgründen darf der Autoverkehr nicht weiter ausgebaut und gefördert werden. Der Ausbau hätte auch einen enormen Flächenverbrauch zur Folge. Gleichzeitig basieren die den Planungen zugrunde liegenden Verkehrszahlen und Prognosen aus der Zeit vor der Corona-Pandemie, und gehen außerdem noch von einer 3.Start- und Landebahn am Flughafen München aus. Dabei hatte Ministerpräsident Markus Söder im September 2020 faktisch das Aus für die 3.Startbahn verkündet.

Darum sollten diese Ausbaupläne aufgegeben werden! Stattdessen ist es sinnvoll, den ÖPNV auszubauen. Denn derzeit hat die MVV-Buslinie 511 zu Ferienzeiten gerade einmal täglich vier Fahrten pro Richtung - wo die FTO die Hauptverbindung per Auto zwischen Erding und Freising darstellt. Der künftige "Erdinger Ringschluss" mit der S-Bahn-Verbindung Freising - Flughafen - Erding tritt ebenfalls in Konkurrenz zur FTO und macht einen Ausbau mit insgesamt vier Fahrspuren völlig unnötig.

Pressemitteilung des Bündnis für Klimaschutz und Flächensparen zur FTO vom 3. März 2021

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Projekt 3. Startbahn jetzt endgültig beenden!

Unser Flyer "Keine 3. Startbahn! - 2 Bahnen reichen"

Titel des Flyers Keine 3. Startbahn - 2 Bahnen reichen! Titel der Zusatzinformation zu Ultrafeinstaub

Am 16. September 2020 verkündete Ministerpräsident Markus Söder, in seiner Amtszeit werde die 3. Startbahn nicht mehr kommen. Die wirtschaftlichen Zahlen sprächen dagegen, und auch der Klimaschutz. Daher sei der Bau einer 3. Startbahn jetzt illusorisch.

Der VCD begrüßt diese Entscheidung - allerdings reicht es nicht, das Projekt lediglich "auf Eis zu legen". Der VCD fordert eine eindeutige und konsequente Entscheidung - das Projekt "3. Startbahn" muss endgültig aufgegeben werden! Daher muss der bestehende Planfeststellungsbeschluss (die Baugenehmigung) aufgehoben werden. Solange dies nicht geschieht, schwebt weiterhin ein Damoklesschwert über den betroffenen Gemeinden.

Seit der Bekanntgabe der Ausbaupläne im Juli 2005 hatte der VCD bereits wiederholt auf die Problematik hingewiesen - eine 3. Startbahn ist und war überhaupt nicht notwendig - wäre aber verheerend für die Anwohner und eine völlig falsche Entwicklung in Hinblick auf den Klimaschutz.

In dem VCD-Flyer informieren wir über die vorgenommenen Planungen und Auswirkungen der 3. Startbahn am Flughafen München. Dabei werden auch wirtschaftliche Aspekte, Subventionen und Klimaauswirkungen aufgezeigt. Kernstück ist eine Skizze der An- und Abflugrouten, die die Belastungen einer ganzen Region grafisch darstellt. So wird sichtbar, dass sich der Lärmteppich in Süd/Nord-Richtung von der Stadt München bis in die Hallertau und in Ost/West-Richtung sich von Landshut bis in die Landkreise Dachau und Fürstenfeldbruck erstrecken würde.

Für die Menschen und die Umwelt in der ohnehin bereits stark belasteten Flughafenregion hätte eine 3. Startbahn verheerende Folgen. Allergien und Asthma steigen schon seit Jahren vor allem im Landkreis Freising. Mit dem derzeitigen sehr leistungsfähigen 2-Bahnen-System ist ein funktionierender Verkehrsflughafen für München und Bayern vollkommen ausreichend. Bereits vor der Corona-Krise wurden die Zahlen deutlich verfehlt - während es 2008 bereits 432.000 Flugbewegungen waren, zählte man 2019 418.000 Starts und Landungen.

Es ist jetzt höchste Zeit, die Pläne endgültig zu begraben, und das Schienennetz - auch für den Fernverkehr - deutlich auszubauen.

Wir schicken Ihnen gerne unseren Flyer per Post zu, auch mehrere Exemplare zum Weiterverteilen. Flyer kostenlos anfordern

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Verkehrssituation Weihenstephan

Die Verkehrssituation in Weihenstephan ist sehr angespannt - fast 15.000 Personen pendeln werktäglich nach Weihenstephan ein. Es werden dadurch enorme Verkehrsströme in Freising und Umgebung erzeugt.

verschneite Fahrräder

Der VCD hatte bereits 2014 in einer umfangreichen Studie mit vielen eigenen Messungen und Erhebungen eine Verkehrsanalyse Weihenstephan durchgeführt. Deutlich aufgezeigt wurden u. a. die unzureichende Infrastruktur - zum Beispiel für den Radverkehr, aber auch zugeparkte Feuerwehrzufahrten und durch Verkehrsteilnehmer beschädigte Grünflächen, etc.

Als Lösung der Probleme war von den zuständigen Stellen zuerst die Schaffung weiterer Stellplätze für Autos vorgesehen. Durch die Thematisierung durch den VCD konnte erreicht werden, dass zunächst eine weitere Analyse und weitere Planungen erfolgten und schließlich 2016 in einer Studie der TUM Lösungsvorschläge zu den Verkehrsproblemen erstellt wurden.

Die Umsetzung dieser Lösungsvorschläge erfolgt leider nur sehr schleppend, weshalb der VCD im August 2020 hier nochmals nachgefasst hat. So ist einer der VCD-Vorschläge, auch innerhalb des Campus Leihfahrräder durch die TUM zur Verfügung zu stellen. Weitere zielgerichtete Maßnahmen sind nach Ansicht des VCD zusätzlich nötig.

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Verfehlte Verkehrspolitik: A 94 so schlimm wie befürchtet

Hunderte Protestierende gegen Isental-Autobahn

Seit 01.10.2019 rollt jetzt der Verkehr auf dem neu eröffneten Abschnitt Pastetten-Heldenstein der A 94 München-Passau. Und es ist - genauso schlimm wie befürchtet und jahrelang vom Widerstand prophezeit - manchen sagen sogar "es ist noch viel schlimmer, das hätten wir uns nie träumen lassen!"

Jetzt eilen CSU-Politiker bis hin zum bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder aufgeregt zu den Anwohnern und "suchen nach Lösungen", wie ein Tempolimit von 120 ... Dabei waren es genau diese Politiker, die jahrelang den Bau durch das Isental favorisiert und durchgesetzt haben!

Seit den 1970er Jahren gab es einen breiten Widerstand gegen das Vorhaben, die Autobahn A 94 München-Passau durch das reizvolle und schützenswerte Isental auf der "Trasse Dorfen" zu bauen. Leider scheiterte letztendlich der Widerstand - politisch am Starrsinn der Bayerischen Staatsregierung, juristisch im November 2011 vor den Gerichten. Somit war der Widerstand seit 2012 beendet.

Es fand damit nicht nur eine ungeheure Zerstörung von Natur und Landschaft statt, auch aus finanzieller und verkehrstechnischer Hinsicht wäre die "Trasse Haag" deutlich besser gewesen. Die zahlreichen Brückenbauwerke und massiven nötigen Erdbewegungen bei der Trassenführung durch das Isental verteuerten die Baumaßnahme unnötig, auf der Trasse Haag hätte die Strecke deutlich kostengünstiger und schneller gebaut werden können.

Dabei hätte die sehr unfallträchtige B 12 über die "Trasse Haag" wesentlich schneller entschärft werden können.

Weitere Informationen über den jahrelangen Widerstand: Aktionsgemeinschaft gegen die A 94.

Seit der A 94-Eröffnung im Oktober 2019 "laufen die Anwohner Sturm", es hat sich angesichts des unerträglichen Lärms neuer Widerstand gebildet. Auch hat sich die Fahrzeit nach München verlängert, denn tagtäglich staut sich jetzt der Autoverkehr vor München. Zusätzlich stöhnen die Dörfer in Autobahnnähe über massiven Durchgangsverkehr durch die Ortschaften - dabei ist ihnen jahrelang eine "Entlastung" versprochen worden.

Es droht dem Landkreis Erding nunmehr sogar noch eine weitere Autobahn im Osten, die sogenannte "B 15 neu" ... und Dorfen bekäme dann ein richtiges "Autobahnkreuz", wo der Schall das gesamte Isental an 365 Tagen im Jahr dann wirklich vollständig beschallt ...

Herzlichen Glückwunsch! Der VCD lehnt den Weiterbau der B 15n südlich der A 92 (Landshut-Rosenheim) entschieden ab!

Pressemitteilung des VCD Landesverband Bayern anläßlich der feierlichen Eröffnung der A 94:
VCD-PM 17/2019 - Heute ist ein trauriger Tag

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Auch Freising hat ein Stickoxid-Problem

VCD Freising hat gemessen - und sieht Handlungsbedarf

"Im roten Bereich und Dicke Luft in Freising", so lauten die Überschriften in der Freisinger Presse, nachdem der VCD-Kreisverband Freising seine Stickoxid-Messungen in einem Pressegespräch veröffentlicht hat.

Mit Passivsammlern wurde ein Monat lang die Stickoxidbelastung an 31 Standorten in Freising flächendeckend erfasst. An Hauptstraßen werden die nationalen und EU-weiten verbindlichen Grenzwerte deutlich überschritten.

Die einzelnen Ergebnisse der Messungen entnehmen Sie bitte unserer Präsentation.

Stickoxide schaden nicht nur der Umwelt, sondern gefährden schon in geringen Konzentrationen die Gesundheit der Bevölkerung - insbesondere auch Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Atembeschwerden.

Folglich sieht der VCD die politisch Handelnden in der Pflicht. Eine Verbesserung ist nur möglich, wenn ein Umdenken erfolgt, sprich eine Förderung von Radverkehr und einem Ausbau der Stadtbusse und Landkreisbusse. So sollte bei den Stadtbussen eine Ausweitung des Angebots erfolgen, beispielsweise mit einem 10-Minuten-Takt auf den Hauptlinien.

Mit einer weiteren Förderung des Autoverkehrs, beispielsweise dem Bau weiterer Parkhäuser, würde die Stadt Freising hingegen mittelfristig auch EU-Recht und nationales Recht brechen. Um saubere Luft und mehr Lebensqualität in der Stadt zu erlangen, braucht es eine verstärkte Ausrichtung auf Radverkehr, Ausbau der Bussysteme und stärkere Berücksichtigung der Belange für Fußgänger - durch breitere Gehwege, mehr Überquerungsmöglichkeiten usw.

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B 15 neu - Konzeptlosigkeit der Bayerischen Staatsregierung

Die Bekanntgabe vom 19.01.2015 von Verkehrsminister Joachim Herrmann, die Anmeldung der "B 15 neu" aus dem Bundesverkehrswegeplan zurückzuziehen, begrüßte der VCD ausdrücklich. Die "B 15 neu" muss (von Regensburg her kommend) an der A 92 endgültig enden. Nunmehr hat jedoch am 30.01.2015 Ministerpräsident Horst Seehofer "eine Rolle rückwärts" gemacht. Es werde jetzt doch eine Anmeldung zum Bundesverkehrswegeplan geben; zum einen die ursprüngliche Trasse durch den Landkreis Mühldorf - die extra aus Naturschutzgründen herausgenommen worden war (mitten durch ein wertvolles FFH-Gebiet) - und alternativ ein Ausbau der bisherigen "B 15 alt' mit Ortsumfahrungen durch den Landkreis Erding. Nach Ansicht des VCD wird hier die Konzeptlosigkeit der Bayerischen Staatsregierung in voller Breite sichtbar.

Mit einem Weiterbau der 'B 15 neu' südlich von Landshut würde es auch zu einer Zerstörung der Landschaft und zu einem Verlust wertvoller landwirtschaftlichen Flächen kommen. Auf dem bereits fertig gestellten Teilstück der 'B 15 neu' - von Regensburg bis kurz vor Landshut - kann man sich ein Bild davon machen, wie mit der 'B 15 neu' eine Autobahntrasse brutal die Landschaft durchschneidet und zerstört. Anstelle einer "Bundesstraße" praktisch eine vierspurige Autobahntrasse, mit einer bis zu 100 Meter breiten Schneise durch das tertiäre Hügelland - ein völlig überdimensioniertes Verkehrsprojekt.

Ein solcher Ausbau von Landshut nach Rosenheim ist nach Ansicht des VCD auch überhaupt nicht nötig, weder auf einer Trasse durch den Landkreis Mühldorf, noch durch den Landkreis Erding. Eine für rund 300 Millionen Euro teure Ost-Süd-Umfahrung von Landshut lehnt der VCD ebenfalls ab.

Güterverkehr sollte zunehmend auf die Schiene zu verlagert werden. So kommt immer mehr der "Kombi-Verkehr" in den Blickpunkt der Wirtschaft. Schwerlastverkehr über große Distanzen wird dabei auf die Bahn verladen. Die bisherige B 15 im Landkreis Erding hat lediglich rund 8000 Fahrzeuge täglich, unter dem Durchschnitt einer Bundesstraße. Der Güter-Transitverkehr jedoch wird in absehbarer Zeit zunehmend auf die Schiene verlagert (Gotthard-Basistunnel kurz vor der Eröffnung, Brenner-Basistunnel ist in Bau). Es macht nach Ansicht des VCD überhaupt keinen Sinn, Schwerlast-Transit-Verkehr mittels Laster einmal quer durch Bayern zu transportieren, um dann in Kiefersfelden oder Rosenheim auf die Schiene verlagert zu werden. Dies kann genausogut bereits in Landshut, Regensburg, Nürnberg oder Hof geschehen.

Für den Personenverkehr sollten die Schienenwege und der ÖPNV ausgebaut werden. Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis Landshut Planungen für einen Verkehrsverbund - nach Ansicht des VCD ein richtiger Schritt. Auch im Landkreis Erding könnten beim ÖPNV die Hauptverbindungen weiter ausgebaut werden - so beispielsweise für Taufkirchen/Vils und St. Wolfgang - um mehr Leute zum Umsteigen zu bewegen.

weitere Informationen: stop-b15-neu.de

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Mobil in den Frühling - Pedelecs zum Probieren

An dieser Veranstaltung am 15.04.2012 in Dorfen nahm auch der VCD Freising teil. Alfred Schreiber, Doris Kraeker, Ernst Hohenadl und Christine Hopf beantworteten den Interessierten Fragen zum VCD, verteilten die neueste "fairkehr", die sich speziell mit E-Technik beschäftigt, und sammelten Unterschriften zur bayernweiten Petition gegen eine 3. Startbahn. Anschließend konnten Besucher erfahren, wie leichte Steigungen mit Pedelecs leichter bewältigt werden können.

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Karte des Widerstands

Widerstand gegen die 3. Startbahn
für eine vergrößerte Karte: Bild anklicken

Mittlerweile gewinnt der Widerstand weiter an Schwung und zieht immer größere Kreise: Nunmehr sind bereits über 70 Gruppierungen aktiv im Aktionsbündnis aufgeMUCkt zusammengeschlossen, in den zehn Landkreisen Freising, Erding, Dachau, Landshut, München, Ebersberg, Pfaffenhofen, Kelheim, Mühldorf und Fürstenfeldbruck und den kreisfreien Städten Landshut und München.

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Unser Stammtisch

Unser Stammtisch für Mitglieder und Interessenten findet grundsätzlich üblicherweise an jedem 3. Dienstag im Monat (außer im August und Dezember) um 20 Uhr im EtCetera, Obere Hauptstraße 54, Freising (Altstadt) statt.

Angesichts der Covid-19 Kontaktbeschränkungen kann dieser allerdings zur Zeit nicht stattfinden. Sobald er wieder aufgenommen werden kann, werden an dieser Stelle auch wieder die nächsten Termine angekündigt.

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VCD - Mobilität für Menschen
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