Pressemitteilung
40/2022

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Verkehrsclub Deutschland
Landesverband Bayern e.V. Hessestraße 4
90443 Nürnberg
Telefon (0911) 47 17 43


Nürnberg, 10. November 2022

Das 49-Euro-Ticket ist ein Sparschwein für Bürger und Kommunen im ländlichen Raum

Das Deutschlandticket für 49 Euro ist für den ländlichen Raum von großem Nutzen, bekräftigt der VCD Landesverband Bayern. Er unterstützt damit die Auffassung von Bundesverkehrsminister Volker Wissing, der darauf hingewiesen hatte, dass das neue Angebot vor allem für Bürger in den Regionen preiswerte Mobilität ermöglicht.

Für Gerd Weibelzahl, ÖPNV-Experte im ökologischen Verkehrsclub VCD, ergeben sich mit dem neuen günstigen Ticket erhebliche Entlastungen gerade für Pendler aus ländlichen Regionen. Außerdem sparen die kreisfreien Städte und Landkreise als Träger der Schülerbeförderung in relevantem Ausmaß Geld für die Bezuschussung von Schülerfahrkarten.

Der VCD Bayern hat für zwei typische Pendlerdistanzen innerhalb und außerhalb von Verkehrsverbünden miteinander verglichen: So kostet eine 31-Tage-MobiCard von Lichtenfels nach Nürnberg im VGN-Tarif aktuell 337 Euro und eine Monats-Fahrkarte von Mühldorf nach München nach dem Bahntarif kann für 231 Euro erworben werden. Somit sparen sich die Pendelnden zwischen 80 und 85 Prozent des seitherigen Fahrpreises ein.

Dies gilt auch für die kreisfreien Städte und Landkreise als Verantwortliche für den Schülerverkehr. Für freifahrtberechtige Schüler müssen diese die Zeitkarten erwerben und gegenüber den Verkehrsunternehmen finanzieren. Der Preis für eine zu erstattende Monatskarte liegt meist über dem nun auszugleichenden Preis von 49 Euro. Somit können die eingesparten Mittel zur Verbesserung des oftmals gerade im ländlichen Raum lückenhaften öffentlichen Nahverkehrs eingesetzt werden.

Abschließend weist VCD-Experte Weibelzahl darauf hin, dass beim Deutschlandticket die Chancen mit dem neuen Angebot gesehen werden sollten: "Gerade diejenigen, welche aktuell über das schlechte Angebot im ländlichen Raum sich beschweren, sollten nun ihren Landkreisen und Städten auf die Finger schauen, damit die eingesparten Mittel für den Kauf von Zeitkarten ins ÖPNV-Angebot fließen und nicht das Haushaltsloch füllen."

Für Fragen steht Ihnen Gerd Weibelzahl gerne zur Verfügung, Tel. 0160 94605819.

 

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