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18/2022

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Verkehrsclub Deutschland
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Neukeferloh, 27. Mai 2022

Brennernordzulauf wie geplant rasch realisieren

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Bayern, unterstützt die offiziellen Planungen für den Brennernordzulauf und sieht hierbei auch klare Vorteile für den Schienennahverkehr.

"Wenn wir die drei Modalitäten Personennah- und Fernverkehr sowie Güterverkehr im jeweils relevanten Maße abwickeln wollen, sind durchgängig vier Gleise das Minimum", weiß Dr. Christian Loos, Landesvorsitzender des VCD Bayern. "Wenn der Fern- und Güterverkehr auf die Neubaugleise verlagert wird, entsteht viel Kapazität für zusätzlichen Nahverkehr. Im Raum um Rosenheim ist damit ein Halbstundentakt mit weiteren Verdichtungen und neuen Haltepunkten im Rahmen eines Regional-S-Bahn-Systems drin", so Dr. Loos weiter.

Mit durchgehend erfolgtem Ausbau von München bis Verona sieht der VCD den Bedarf auch für den grenzüberschreitenden schnellen Personenverkehr deutlich ansteigen. Zum einen dürfte Richtung Verona dann der bisher auch mit Halt in Rosenheim zweistündlich verkehrende Eurocity auf einen Stundentakt verdichtet werden. Zum anderen gäbe es dann auch genug Kapazität für einen stündlichen ICE von München mit Halten nur in Innsbruck und Bozen.

Da mit zunehmender Verlagerung von Gütern auf die Schiene und dem Ausbau der Ost-Trasse (Nordseehäfen–Uelzen–Magdeburg–Halle–Hof–Regensburg–Landshut) auch Verkehre zum Brenner generiert werden, die nicht mehr in die verstopfte Verbindung Freising–München passen, wird die Strecke Landshut–Mühldorf–Rosenheim ausgebaut werden müssen. Daher empfiehlt der VCD, schon mit dem Bau der violetten Trasse um Rosenheim herum eine Verbindungsspange von der Neubaustrecke zur Trasse nach Wasserburg zu erstellen und dabei die Strecke Rosenheim–Wasserburg auszubauen und zu elektrifizieren. Diese dient auch dem Nahverkehr und kann von Rosenheim aus bis Wasserburg mit einer Regional-S-Bahn bedient werden.

Für den Abschnitt zwischen Ostermünchen und Grafing ist sich der VCD sicher, dass eine der Varianten sowohl in der Raumordnung gut abschneidet, wie auch Unterstützung im Großteil der Bevölkerung findet. Da der S-Bahn-Verkehr dort sehr dicht ist, sollte zwischen Haar und Ostbahnhof trotz Optimierung des Signalsystems die Möglichkeit eines 5. und eventuell 6. Gleises offen gehalten werden.

Am heutigen Freitag erreicht die ÖPNV-Rallye des VCD Bayern ihren Zielpunkt Neukeferloh, den geografischen Mittelpunkt von Oberbayern unweit der Bahnstrecke München-Rosenheim. Eine Woche lang waren Mitglieder des VCD Landesvorstand quer durch Bayern unterwegs, um den Bus und Bahn zu testen. Dabei wurden die Mittelpunkte von allen Regierungsbezirken und von Bayern abgefahren.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Karsten Liebster, Tel. 0177 844 7815, Gerd Weibelzahl, Tel. 0160 9460 5819, oder an das VCD-Landesbüro, Tel. 0911 471743.

 

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